Was ist der Unterschied zwischen Richtzahl und Kompetenz?
Die Richtzahl zählt, wie oft etwas gemacht wurde. Die Kompetenzaussage beschreibt, wie eigenständig die Tätigkeit beherrscht wird, bewertet auf einer Anvertrauensstufen-Skala.
Richtzahlen messen die Menge, Kompetenzen die Befähigung. Was der Unterschied ist, warum beide zusammengehören und wie man beides dokumentiert.
Eine Richtzahl misst die Menge erbrachter Leistungen, eine Kompetenzaussage die erreichte Befähigung auf einer Anvertrauensstufen-Skala. Mit der MWBO 2018 wurden Richtzahlen überwiegend reduziert und um Kompetenz ergänzt, nicht abgeschafft. In WDoku stehen Zählkatalog und Kompetenzkatalog nebeneinander.
Richtzahl und Kompetenzaussage beschreiben dieselbe Weiterbildung aus verschiedenen Richtungen. Der direkte Vergleich:
Richtzahl und Kompetenz sind kein Entweder-oder. Die Menge schafft Routine; die Kompetenzaussage belegt, dass aus der Routine sicheres Können geworden ist.
Die Muster-Weiterbildungsordnung 2018 hat Richtzahlen überwiegend reduziert und um Kompetenzaussagen ergänzt, nicht generell abgeschafft. Wer beide Perspektiven dokumentiert, hat das vollständigere Bild, auch für das jährliche Weiterbildungsgespräch.
Zwei Assistenzärzte haben jeweils 30 Gastroskopien dokumentiert. Die Richtzahl ist für beide identisch erfüllt. Der Kompetenzverlauf unterscheidet sie: Der eine wird seit Monaten auf Stufe 4 (eigenständig) vidiert, der andere steht noch bei Stufe 2 bis 3 (unter Supervision).
Für Rotationsplanung, Nachtdienst-Einteilung und das Weiterbildungsgespräch ist genau dieser Unterschied die relevante Information, und die reine Zahl macht ihn unsichtbar.
In WDoku stehen beide Sichten nebeneinander: Zählkataloge bilden das offizielle Logbuch Ihrer Landesärztekammer ab; ein Kompetenzkatalog dokumentiert die Befähigung auf einer Skala (Ampel oder ten Cate).
Der Kompetenzkatalog ist getrennt vom offiziellen Katalog: Er ist Ihr eigener oder der Ihrer Abteilung und läuft nicht in das offizielle eLogbuch. Die offizielle Bestätigung der Weiterbildung bleibt Sache des eLogbuchs.
Die Richtzahl zählt, wie oft etwas gemacht wurde. Die Kompetenzaussage beschreibt, wie eigenständig die Tätigkeit beherrscht wird, bewertet auf einer Anvertrauensstufen-Skala.
Überwiegend nicht. Mit der MWBO 2018 wurden Richtzahlen reduziert und um Kompetenzaussagen ergänzt, aber nicht generell abgeschafft.
In der Regel ja. Die Menge schafft Routine, die Kompetenzaussage belegt sicheres Können. Beide Perspektiven ergeben das vollständigere Bild.