Wie viele Anvertrauensstufen hat die ten-Cate-Skala?
Fünf, von „nur beobachten“ (Stufe 1) bis „andere supervidieren“ (Stufe 5). Manche Curricula unterteilen Stufe 3 zusätzlich in 3a bis 3c.
Fünf Stufen der Eigenständigkeit, von enger Supervision bis zur Aufsicht über andere. So funktioniert die meistgenutzte Skala für Anvertrauensstufen.
Die ten-Cate-Skala hat fünf Anvertrauensstufen: nur beobachten (1), unter direkter Supervision (2), unter indirekter Supervision (3), eigenständig (4) und andere supervidieren (5). Ab Stufe 4 spricht man vom eigentlichen Anvertrauen. WDoku unterstützt sie ebenso wie eine einfachere dreistufige Ampelskala.
Anvertrauensstufen beantworten eine einzige, praktische Frage: Wie viel Supervision braucht dieser Arzt, wenn er die Tätigkeit ausführt? Statt „gemacht oder nicht gemacht“ zeigt die Stufe, wie eigenständig eine Tätigkeit ausgeübt werden darf.
Die verbreitetste Skala stammt von Olle ten Cate, der das EPA-Konzept 2005 an der Universität Utrecht begründet hat. Sie hat fünf Stufen mit steigender Eigenständigkeit und ist im AMEE Guide No. 99 international beschrieben.
Jede Stufe beschreibt ein anderes Maß an erforderlicher Aufsicht. Der Balken zeigt die zunehmende Eigenständigkeit.
Die Tätigkeit wird beobachtet, aber noch nicht selbst ausgeführt. Einstiegspunkt für jede neue anvertraubare Tätigkeit.
Eigene Durchführung, während der Supervisor im Raum anwesend ist und unmittelbar eingreifen kann.
Eigene Durchführung, während der Supervisor nicht im Raum, aber schnell erreichbar ist. Manche Curricula unterteilen diese Stufe weiter (3a bis 3c), etwa nach Erreichbarkeit des Supervisors.
Durchführung ohne unmittelbare Aufsicht, mit nachgelagerter Kontrolle (entfernte Supervision). Ab dieser Stufe spricht man vom eigentlichen Anvertrauen.
Die Tätigkeit wird so sicher beherrscht, dass der Arzt sie selbst supervidieren und Jüngeren anvertrauen darf.
Viele Weiterbildungsziele definieren Stufe 4 als Zielniveau: Die Tätigkeit darf eigenständig ausgeübt werden. Das Praktische Jahr im Studium zielt dagegen typischerweise auf die Stufen 3 bis 4.
Im Alltag fällt bei jeder supervidierten Situation eine kleine, informelle Anvertrauensentscheidung: Der Oberarzt entscheidet, wie viel er in diesem Moment aus der Hand gibt. Solche Ad-hoc-Einschätzungen sind wertvoll, verschwinden aber ohne Dokumentation.
Davon zu unterscheiden ist die formale, summative Entscheidung, dass eine Stufe dauerhaft gilt. Sie liegt beim Weiterbildungsbefugten und, für den offiziellen Nachweis, bei der Ärztekammer. Eine dokumentierte Vidierung hält die alltäglichen Einschätzungen fest und liefert damit die Grundlage für die formale Entscheidung.
Für die strukturierte Bewertung haben sich zwei Formate bewährt. Welche Skala passt, entscheidet das Fach beziehungsweise die Abteilung.
WDoku liefert beide Skalen mit. Beim Anlegen eines Kompetenzkatalogs wählen Sie die passende aus; sie gilt dann für alle Einträge des Katalogs.
Beim Erfassen schätzen Sie sich auf der Skala selbst ein, der Supervisor vidiert auf der passenden Stufe und ergänzt einen Kommentar. Aus den bestätigten Vidierungen leitet WDoku je Eintrag den erreichten Stand ab, bis hin zur Freischaltung ab der hinterlegten Schwelle. Die offizielle Bestätigung der Weiterbildung bleibt Sache des eLogbuchs der Landesärztekammer.
Fünf, von „nur beobachten“ (Stufe 1) bis „andere supervidieren“ (Stufe 5). Manche Curricula unterteilen Stufe 3 zusätzlich in 3a bis 3c.
Bei direkter Supervision ist der Supervisor im Raum anwesend (Stufe 2), bei indirekter Supervision erreichbar, aber nicht unmittelbar dabei (Stufe 3).
Ab Stufe 4: Die Tätigkeit darf eigenständig ohne unmittelbare Aufsicht ausgeübt werden. Die Stufen 1 bis 3 beschreiben den Weg dorthin unter abnehmender Supervision.
Nein. WDoku bietet auch eine dreistufige Ampelskala als einfachere Alternative. Welche Skala passt, entscheidet das Fach beziehungsweise die Abteilung.