WDoku Connect

WDoku Connect ist die klinikseitige Komponente, die definierte Leistungsdaten aus Ihrem Krankenhausinformationssystem ausliest und an WDoku überträgt. Sie läuft in Ihrem Klinik-Netz; Kliniken mit WDoku-Lizenz erhalten Einsicht in den Quellcode.

Das Wichtigste in Kürze

WDoku Connect ist eine erweiterbare Umgebung für den KIS-Export. Heute liest sie über einen ausschließlich lesenden SQL-Zugriff (aktuell Microsoft SQL Server, Oracle, PostgreSQL und MySQL) definierte Leistungsdaten aus der KIS-Datenbank und überträgt sie über eine gesicherte, ausgehende Verbindung an WDoku. Die Anbindung ist nicht auf SQL beschränkt: weitere Datenbanken sowie andere Wege (REST/JSON-APIs, HL7) kommen hinzu. Die Export-Definitionen richtet Ihre IT direkt in der Anwendung ein. An WDoku übertragen werden ausschließlich definierte Leistungsdaten; die Patientenidentität bleibt in der Klinik. Beim Betrieb einer WDoku-Appliance im eigenen Rechenzentrum verlassen auch diese Daten Ihr Haus nicht.

WDoku Connect im Überblick

WDoku Connect ist das Bindeglied zwischen Ihrem Krankenhausinformationssystem und WDoku. Die Anwendung läuft auf einem Rechner oder Server, den Ihre IT stellt und kontrolliert. Von dort liest sie die vereinbarten Leistungsdaten aus dem KIS; eine Installation am KIS selbst oder auf den Arbeitsplätzen ist nicht nötig.

WDoku Connect vermeidet Doppelerfassung: Leistungen, die im KIS bereits dokumentiert sind, stellt es für die Leistungslisten der Ärztinnen und Ärzte bereit. Der Quellcode steht Kliniken mit WDoku-Lizenz zur Einsicht offen. Die Anwendung läuft als Windows-Dienst, als Linux-Dienst (systemd) oder als Desktop-Anwendung.

Kernprinzip: definierte Leistungsdaten statt Patientenakte

WDoku Connect ist darauf ausgelegt, dass die Patientenidentität in Ihrem Haus bleibt. Übertragen wird ein klar umrissener Satz an Leistungsdaten je Eingriff:

  • Zeitpunkt und Dauer des Eingriffs
  • Raum oder Ort
  • OPS- und ICD-Codes
  • beteiligte Ärztinnen und Ärzte mit ihrer Rolle (etwa Operateur, Assistenz, Anästhesie)
  • eine KIS-Fall- oder Leistungs-Kennung als Zuordnungsschlüssel

Namen, Geburtsdaten oder Versichertennummern von Patientinnen und Patienten gehören nicht zu diesem Datensatz. Die KIS-Kennung dient als Pseudonym; die Zuordnung zu einer Person ist nur mit hausinternen Daten möglich.

Anbindung an Ihr KIS: heute per SQL, erweiterbar

WDoku Connect ist bewusst keine Sammlung fertiger Treiber für einzelne KIS-Produkte, sondern eine erweiterbare Umgebung für den Export – herstellerunabhängig. Heute erfolgt die Anbindung über einen ausschließlich lesenden Datenbankzugriff. Gelesen werden aktuell Microsoft SQL Server, Oracle, PostgreSQL und MySQL; damit lässt sich jedes KIS auslesen, dessen Daten auf einer dieser Datenbanken liegen, auch über ein Lesereplikat oder ein vorhandenes Data Warehouse, wenn Ihr Wartungsvertrag keinen direkten Zugriff auf die Produktivdatenbank erlaubt.

Die Zahl der Datenbanken wächst, und die Anbindung ist nicht auf SQL beschränkt: WDoku Connect ist so angelegt, dass weitere Wege hinzukommen, insbesondere REST/JSON-Schnittstellen und HL7. Systeme wie SAP lassen sich damit auch über ihre eigenen Schnittstellen anbinden, nicht nur über die Datenbank. Welcher Weg für Ihr Haus der passende ist, klären wir mit Ihrer IT.

Was ausgelesen wird, richtet Ihre IT direkt in der Anwendung ein, beim SQL-Weg auf Wunsch mit KI-Unterstützung, und prüft das Ergebnis im Testlauf. An die KI gehen dabei nur Schema-Informationen und die fachliche Beschreibung, keine Zeilendaten aus dem KIS.

  • Nur lesende Berechtigungen: Für den SQL-Weg benötigt WDoku Connect nur ein lesendes Datenbank-Konto. Den Umfang des Zugriffs bestimmt Ihre IT über die Berechtigungen dieses Kontos.
  • Herstellerunabhängig: Kein proprietärer Treiber, keine Änderung am KIS. Bei einem KIS-Wechsel werden die Abfragen angepasst, nicht die Anbindung selbst.
  • Wächst mit: Weitere Datenbanken sowie REST/JSON-APIs, HL7 und FHIR/ISiK sind als Ausbaustufen vorgesehen.

Betrieb in Ihrem Netz

WDoku Connect öffnet keinen von außen erreichbaren Dienst. Die Bedienoberfläche ist nur lokal auf dem Rechner erreichbar, auf dem die Anwendung läuft.

  • Betriebsarten: als Windows-Dienst, als Linux-Dienst (systemd) oder als Desktop-Anwendung.
  • Verschlüsselte lokale Datenhaltung: Konfiguration und Zugangsdaten liegen verschlüsselt in einer lokalen Datenbank.
  • Zeitgesteuerte Exporte: Die Abfragen laufen nach einem von Ihrer IT festgelegten Zeitplan im Hintergrund.
  • Signierte Updates: Die Anwendung ruft signierte Update-Pakete selbständig ab und installiert sie außerhalb laufender Exporte. Einen Kanal, über den von außen Software auf den Rechner eingespielt werden könnte, gibt es nicht.
  • Ein Datenverzeichnis: Der gesamte Zustand liegt in einem Verzeichnis; für einen Wechsel auf einen anderen Rechner genügt das Kopieren dieses Verzeichnisses.

Sicherheit

WDoku Connect baut ausschließlich ausgehende Verbindungen zu genau einer WDoku-Instanz auf. Es gibt keinen eingehenden Zugriff und keinen Fernwartungskanal.

  • Authentifizierung: Gesicherte Anmeldung über OAuth2 (client_credentials); Zugangstoken liegen nur im Arbeitsspeicher.
  • Geschützte Zugangsdaten: Pairing- und KIS-Zugangsdaten sind verschlüsselt gespeichert und werden nie im Klartext ausgegeben oder protokolliert.
  • Nachvollziehbarkeit: Ein Audit-Log mit Hash-Kette protokolliert Zugriffe und Abfragen; nachträgliche Änderungen am Protokoll sind erkennbar. Ergebnisdaten werden nicht mitgeschrieben.
  • KI ohne Datenabfluss: Die KI-Unterstützung läuft über WDoku bei einem europäischen Anbieter (Mistral). Ein KI-Zugangsschlüssel liegt nie in der Klinik, und es werden keine Zeilendaten an die KI gegeben.

Datenschutz und Mitbestimmung

Für die Übertragung an die WDoku-Cloud schließen wir mit Ihrer Klinik einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Die übertragenen Leistungsdaten sind pseudonymisiert; identifizierende Patientendaten bleiben im Haus. Betreiben Sie WDoku stattdessen als Appliance im eigenen Rechenzentrum, verbleiben sämtliche Daten in Ihrem Haus.

Da je Eingriff auch die beteiligten Ärztinnen und Ärzte mit ihrer Rolle übertragen werden, empfiehlt sich die frühe Einbindung von Datenschutzbeauftragten und Personalvertretung. Die technischen Details (Datenfelder, Datenfluss, Speicherorte) legen wir gegenüber Ihrer IT und Ihren Datenschutzbeauftragten offen.

Eine Anbindung für beide Betriebswege: Cloud und eigene Appliance

WDoku Connect wird mit genau einer WDoku-Instanz gekoppelt. Das kann die WDoku-Cloud (app.wdoku.de) sein oder eine WDoku-Appliance in Ihrem eigenen Rechenzentrum. Die KIS-Anbindung funktioniert in beiden Betriebswegen, unabhängig davon, für welchen Sie sich nach der Testphase entscheiden.

FAQ

Welche KIS-Systeme werden unterstützt?

WDoku Connect ist bewusst KIS-unabhängig konzipiert. Heute liest es direkt aus der Datenbank, auf der Ihr KIS seine Daten hält (Microsoft SQL Server, Oracle, PostgreSQL oder MySQL, auch über ein Lesereplikat oder Data Warehouse). Die Zahl der Datenbanken wächst, und weitere Anbindungswege wie REST/JSON-APIs und HL7 sind vorgesehen. Es gibt deshalb keine feste Liste freigegebener KIS-Produkte; entscheidend ist der verfügbare Zugriffsweg.

Unser KIS nutzt keine dieser Datenbanken. Ist eine Anbindung trotzdem möglich?

Ja, das ist vorgesehen. Manche KIS halten ihre Daten in anderen Datenbanken oder in SAP. Für solche Systeme kommen weitere Datenbanken sowie Anbindungen über REST/JSON oder HL7 hinzu. Welcher Weg für Ihr Haus passt, klären wir mit Ihrer IT.

Verlassen identifizierende Patientendaten die Klinik?

Übertragen wird ein definierter Satz an Leistungsdaten: Zeitpunkt und Dauer, Raum, OPS- und ICD-Codes, die beteiligten Ärztinnen und Ärzte mit ihrer Rolle sowie eine KIS-Kennung als Zuordnungsschlüssel. Namen, Geburtsdaten und Versichertennummern gehören nicht dazu. Die KIS-Kennung dient als Pseudonym; die Zuordnung zu einer Person ist nur mit hausinternen Daten möglich. Das gilt für die Übertragung an die WDoku-Cloud; beim Betrieb einer WDoku-Appliance im eigenen Rechenzentrum verlassen auch die Leistungsdaten Ihr Haus nicht.

Wo läuft WDoku Connect?

Auf einem Rechner oder Server in Ihrem Klinik-Netz. Die Bedienoberfläche ist nur lokal erreichbar, ein von außen erreichbarer Dienst wird nicht geöffnet.

Was muss unsere IT bereitstellen?

Einen Windows- oder Linux-Rechner (oder eine kleine VM) im Klinik-Netz, ein lesendes Datenbank-Konto auf dem KIS und eine ausgehende HTTPS-Verbindung zu WDoku. Weitere Infrastruktur ist nicht nötig.

Wie läuft die Einrichtung ab?

Ihre IT installiert die Anwendung, koppelt sie mit Ihrer WDoku-Instanz und hinterlegt das lesende Datenbank-Konto. Die SQL-Abfragen für den Export definieren wir gemeinsam, bei Bedarf KI-gestützt, und prüfen sie im Testlauf, bevor der Zeitplan aktiviert wird.

Läuft WDoku Connect auch unter Linux?

Ja. Unter Linux läuft es als systemd-Dienst, unter Windows als Dienst oder als Desktop-Anwendung.

Können wir den Quellcode einsehen?

Ja. Kliniken mit WDoku-Lizenz erhalten Zugang zum Quellcode von WDoku Connect; Ihre IT kann Aufbau und Datenfluss vollständig nachvollziehen.

Einstieg Ablauf und Testphase

Von der kostenlosen Cloud-Testphase über die Wahl des Betriebswegs bis zur KIS-Anbindung.

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