Die WDoku-Appliance wird mit zwei eigenen Werkzeugen verwaltet: einer Weboberfläche für den laufenden Betrieb und einem Konsolenmenü für Einrichtung und Notfälle. Diese Seite beschreibt, was beide können und wie sie abgesichert sind.
Die WDoku-Appliance wird über ein Admin-Web im Browser (Betriebs-Dashboard, Zertifikate, Firewall-Regeln, NTP, Updates per Klick, Audit-Log) und ein Admin-CLI in der Konsole (Netzwerk-Einrichtung, Diagnose, Provisionierung, Updates, Neustart) verwaltet. Beide Wege nutzen klar begrenzte Rollen ohne pauschale Root-Rechte, und jede Aktion landet in einem unveränderbaren Audit-Log.
Wie das in Ihrem Haus betrieben wird: Klinik-IT und Betrieb
Für die Verwaltung der Appliance gibt es zwei Wege, die denselben Funktionskern nutzen: das Admin-Web, eine Verwaltungsoberfläche im Browser, und das Admin-CLI, ein nummeriertes Menü in der Konsole. Beide richten sich an eine Klinik-IT, die einen Server betreiben will, ohne die Interna der Anwendung kennen zu müssen. Niemand muss dafür Container-Befehle lernen oder Konfigurationsdateien von Hand editieren.
Das Admin-Web deckt den laufenden Betrieb ab. Das Admin-CLI wird für die Erstinstallation gebraucht und bleibt danach als Reserve verfügbar: Es läuft direkt in der Hypervisor-Konsole und funktioniert auch dann, wenn das Netzwerk noch nicht eingerichtet oder die Weboberfläche gerade nicht erreichbar ist.
Das Admin-Web läuft auf einem eigenen Port (8443) direkt auf der Appliance und ist nur aus Ihrem Klinik-Netz erreichbar, nicht aus dem Internet. Es zeigt auf einen Blick, ob es dem System gut geht, und bündelt die wiederkehrenden Verwaltungsaufgaben:
Das Admin-CLI meldet sich direkt nach dem Login in der Hypervisor-Konsole oder per SSH. Es ist ein einfaches Ziffern-Menü. Der Menükopf zeigt sofort den Netzwerk- und Anwendungsstatus und die konkreten Zugangswege zur Weboberfläche.
Über das Menü erledigt Ihre IT die Netzwerk-Einrichtung (statische IP oder DHCP, mit automatischem Rollback, falls eine Änderung die Verbindung kappen würde), die Erst-Provisionierung, die System-Diagnose, Updates für Anwendung und Appliance-System sowie den kontrollierten Neustart. Weil das CLI unabhängig von der Anwendung läuft, bleibt die Appliance auch dann administrierbar, wenn die Anwendung selbst nicht startet.
WDoku Appliance [wdoku-demoklinik] (Klinik-IT) ============================================================ Netzwerk: 192.168.10.20 Anwendung: installiert (demoklinik) Zugang Browser: https://192.168.10.20:8443/ (Login: Benutzer "kit", dasselbe Passwort wie hier) Zugang SSH: ssh kit@192.168.10.20 Admin-Web getunnelt: ssh -L 8443:localhost:8443 kit@192.168.10.20 -> dann https://localhost:8443/ 192.168.10.20 ist die Netz-Adresse dieser VM. Erreichen Sie sie vom Arbeitsplatz nicht direkt (NAT / Portweiterleitung / Sprunghost), nutzen Sie Ihren SSH-Zugang, z.B. ssh -p <port> kit@<host>. Netzwerk 1) Einstellungen anzeigen 2) Netzwerk-Interfaces anzeigen 3) Statische IP + erweiterte Einstellungen einrichten 4) DHCP aktivieren 5) netplan-Datei direkt editieren Anwendung & System 6) WDoku provisionieren (Erst-Einrichtung der Anwendung) 7) WDoku-Admin Server analysieren (Diagnose) 8) WDoku-App aktualisieren (Anwendungs-Version) 9) Appliance-System aktualisieren (Control-Plane) 10) Appliance neu starten 11) Zur Kommandozeile gehen 12) Abmelden (Zahl + Enter. Bei Ja/Nein-Abfragen ist 'nein' der Standard.) Auswahl (1-12, q = Abmelden):
Die Verwaltung unterscheidet zwei Rollen: die Klinik-IT und den Hersteller. Der Login funktioniert in beiden Oberflächen gegen lokale Systembenutzer der Appliance, beim ersten Anmelden wird ein Passwortwechsel erzwungen.
Die Klinik-IT-Rolle hat genau die Rechte, die der Betrieb braucht: Netzwerk, Diagnose, Zertifikat, Updates, Neustart, Provisionierung. Sie hat bewusst keine pauschalen Root-Rechte und keinen Zugriff auf gespeicherte Geheimnisse wie Datenbank-Passwörter. Jede privilegierte Aktion läuft über einen eng definierten, fest verdrahteten Systemaufruf statt über eine offene Root-Shell. Ein Hersteller-Login existiert für Support-Fälle, funktioniert aber nur über Zugangswege, die Ihre Klinik kontrolliert, denn von außen führt kein Weg auf die Appliance.
Jede schreibende Verwaltungsaktion wird protokolliert, egal ob sie im Admin-Web oder im Admin-CLI ausgelöst wurde: Zeitpunkt, handelnde Rolle, Aktion, betroffener Bereich und Ergebnis. Das Protokoll ist auf Betriebssystem-Ebene als nur-anhängbar geschützt, Einträge lassen sich also nachträglich nicht unbemerkt ändern oder löschen.
Für Ihre IT heißt das: Auch Monate später ist belegbar, wann welches Update eingespielt, welches Zertifikat getauscht oder welche Firewall-Regel ergänzt wurde.
Nein. Einrichtung, Betrieb, Diagnose und Updates laufen über das Admin-Web und das Menü des Admin-CLI. Eine Kommandozeile steht offen, ist für den Regelbetrieb aber nicht nötig.
Nein. Es ist nur aus dem Klinik-Netz beziehungsweise VPN erreichbar, die Firewall der Appliance lässt von außen nichts herein.
Nicht ohne Ihre Mitwirkung. Es gibt keinen eingebauten Fernzugriff. Support-Zugänge richtet Ihre Klinik ein und kann sie jederzeit wieder entziehen.
Dann bleibt das Admin-CLI in der Hypervisor-Konsole verfügbar. Es funktioniert unabhängig von Anwendung und Netzwerk-Konfiguration und kann beides reparieren.
Datenformat, Übertragungsweg und Zuordnung klären wir direkt mit Ihrer IT. Sagen Sie uns, welches KIS Sie einsetzen, dann bekommen Sie eine belastbare Aussage statt einer Broschüre.
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